von Askim nach Ljungskile
from Gerd_S
Sunday
May 22, 2011
Um elf verließ ich den Campingplatz, irgendwie war die Laune mies und ich hatte Kopfschmerzen. beim nächsten Mäces gab es dort schon wieder Frühstück und nen großen Kaffee. Draussen hatte es gerade zu regnen begonnen, also nuckelte ich ne halbe Stunde an meinem Heißgetränk und rauchte ein paar Zigaretten. Als der Regen ein wenig nachließ zog ich meine Regenklomotten an und machte mich auf den weiteren Weg. In den Randbezirken von Göteborg angekommen wurde ich Zuschauer eines Sportfestes für Kinder, ich vermute mal sowas wie Bundesjugendspiele oder so. Weiter ging es nach Göteborg Centrum, die Beschilderung wurde immer schlechter, Radwegschilder gab es genug, allerding in Richtungen deren Namen ich noch nie gehört hatte und auf meiner Karte auch nicht vermerkt waren. Grundsätzlich soll man für die NSCR ab Göteborg der Cykelspåret folgen, doch die Schilder hängen nur vereinzelt an den Wegweisern. Dazu kommt noch, dass ich für diese Strecke eine Autokarte benutze, irgendwie ungeeignet :). Kurz vor Göteborg hellte sich meine Stimmung zusehens auf und wechselt schließlich zu guter Laune.
Ein schönes Beispiel für die Kommunikationsmöglichkeiten der Menschen bot sich mir im Hafen. Ich fragte einen Angler wie ich am besten auf die andere Seite des Göta älv komme und ob der Tunnel etwas weiter für Fahrräder befahrbar ist. Obwohl er nur Schwedisch sprach und verstand hatte ich nach 1 Minute meine Informationen, Tunnel nur für Autos, ich muss die Brücke nehmen.
Wieder raus aus der Stadt ging es auf schönen Wegen mit teils knackigen Anstiegen weiter, die Route hatte ich wohl zwischenzeitlich komplett verloren und fuhr nur noch nach Karte. Es hatte mittlerweile zu regenen aufgehört und ich fuhr an eine Tanke mit Selbstwaschanlage. Dort gönnte ich meinem Esel eine ausgiebige Dusche um ihn von den Resten von Salzwasser und Sand zu befreien, danach hatte ich auch ein wenig das Gefühl das es sich bequemer fuhr, er wollte sich wohl bedanken :). Das die Wäsche überflüssig war bemerkte ich als es etwa eine halbe Stunde später heftig zu Stürmen begann und eine kräftige Ladung Wasser von oben folgte. Bis zum Ziel in 4,5 Stunden sollte es auch nicht wieder aufhören. In Stenungsund sah ich für heute das letzte mal Schilder des Radwegs, als diese mich einmal im Kreis schickten und am Parkplatz eines Schnellimbiß endeten fluchte ich kurz und fuhr weiterhin nach Karte. Mittlerweile hatte ich eine Herberge für die Nacht reserviert und beeilte mich dort anzukommen. Auf meiner Karte war eine Jugendherberge eingezeichnet also nahm ich an das es sich dabei um "meine" handelt. Falsch gedacht, als ich dort ankam war alles düster und geschlossen. Es sei noch erwähnt, dass der Weg dorthin alles andere als einfach war. Das teil liegt auf einer kleinen Insel die über eine Fussbrücke erreichbar ist. Die Herberge befindet sich auf dem "Gipfel" dieser Insel und ich schob mein Rad bis oben. Ich rief in der richtigen Herberge an und erfuhr das diese sich auf der anderen Seite der Autobahn und Bahnlinie befindet. Oh, da bin ich ja vor etwa 25 Minuten vorbei gefahren... Also wieder zurück um das Fjord und den nächsten Aufstieg geschoben, da es zu dieser Herberge auch recht steil aufwärts geht. Per Telefon bekam ich noch den Türcode wie und wo ich an meinen Schlüssel und Bettwäsche komme, mittlerweile wa es fast zehn. Duschen, essen schlafen.
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