Haddonfield nach Phoenixville
from Gerd_S
Tuesday
April 11, 2023
Da David um 07:30 aus dem Haus musste gab es um 07:00 Uhr Frühstück mit mega leckerem - selbst gebackenem - Brot. Seine Frau ist Französin und hat dadurch eine Vorliebe für gutes Brot. Zu meiner Erleichterung erwähnte Sie, dass es mittlerweile auch in den USA verbreitet gutes Brot gibt. Nach dem Packen war ich ca. 08:30 Uhr auf der Strasse und bereitete mich mental auf Philadelphia vor. Ich versuche gößere Städte zu meiden aber um Phili kam ich von dieser Seite nicht drumherum. David erwähnte, dass mich eine Bahn die ein paar Meter weiter eine Stadion hat hinter der Stadt absetzen könnte, ich wollte aber nicht schon an den ersten Tagen die Öffis nutzen ;)
Meine Befürchtungen hatten sich nicht bestätigt ich kam auch gut durch Camden, David erwähnte es sei die Gegend mit der höchsten Kriminalitätsrate in Jersey. Aber auch dort kam ich gut durch, ne Panne hätte ich aber dann gerne woanders :). Durch Philadelphia selbst wurde ich gut durch die mitgebrachte Papierkarte des adventure cycling club und google maps geleitet, eine erste Überraschung gab es an der Benjamin Franklin Bridge, eine schöne Radrampe auf der Südseite war leider gesperrt die Nordseite war nur über eine Treppe zu erreichen, siehe Bilder. Also Taschen vom Rad und alles hochtragen. Die Brücke selbst ist wirklich schön und war auf dem Footpath erstaunlich leer. Als sie damals in den 1920ern gebaut wurde war sie einige Zeit die längeste Hängebrücke der Welt.nach dem Musuem of Ats ging es fast ausschließlich auf einem Fuß/Radweg am Kanal entlang. Hinter der Sullivan Bridge hab ich mich erstmal verfahren und trotz der Erkenntnis den Weg weiter verfolgt , da laut Karte ein Stück weiter eine Abbiegung zur eigentlichen Strecke führt. Doof war, dass dazwischen noch ein paar Höhenmeter zu überwinden waren, ich mag Karten ohne Höhenlinien einfach nicht...
Danach ging es auf einer öffentlichen Strasse weiter mit mega viel Verkehr, vermutlich der Abreisestau von Besuchern des Vallay Forge Parks. Dort gibt es alte Gebäude der ersten Siedler zu sehen, sehr weitläufig und sehr hügelig. Für die Unterkunft musste ich den Streckenverlauf verlassen und bin hier in einem angenehmen Hotel untergekommen, kein gehobener Standard aber sehr freundliches Personal, alles vorhanden was man braucht und vor allem sauber und gepflegt. Ordentlich geführtes Haus.
Meine große Vorfreude auf eine Pastaparty beim Italiener direkt unter dem Hotel wurde leider entäuscht, sie machten gerade zu als ich reinkam. Also zum Iren und nen Jalapeno-Burger mit drei Side-Dishes bestellt, gelobt sei was Kalorien hat. Morgen will ich etwas ruhiger machen, erstens bin ich schon heute morgen recht platt losgefahren und zweitens zuppelt es im Knie. Ich hab mal Voltaren besorgt und schaue mir das mal weiter an, tut ja keine Not, dass ich mich schon auf den ersten paar Kilometern zu Schrott fahre :)
Müde, Bett, bis Morgen. Inshallah...
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