Missoula nach Lolo Creek
from Gerd_S
Friday
June 9, 2023
Also, von der hohen Regenwahrscheinlichkeit von 98% ist bisher nicht viel zu sehen gewesen. Bis jetzt, kaum schreibe ich es, der Wind nimmt zu und es wird dunkel, mal sehen ob da noch was runterkommt.
Kurz bevor ich das Motel verlassen habe kam noch die Nachricht von dem Warmshowers Gastgeber, dass es bei ihm gerade nicht passt. Ich hab noch einen anderen angeschrieben, hab aber keine Rückantwort bekommen und hinter der letzten Tankstelle nach Lolo ist das Netzempfang eh weg. Auf dem Plan stand erstmal ein Besuch beim ACA Headquater. Dort wurde freundlich geplaudert und man bekommt Infos aus erster Hand. Die Entscheidung Trans-America oder weiter auf dem Lewis & Clark Trail ist jedenfalls gefallen, ich werde den TransAm bis zur Küste fahren. Den Ausschlag hat die Landschaft gegeben, von der Länge her tun sich beide nix, der Trans ist wohl sogar etwas länger aber das gleicht sich wieder aus, da ich südlicher an die Küste komme. Ein Pass ist noch gesperrt, da werde ich aber erst in ein paar Tagen sein und es gibt auch eine Alternative. Oh, es donnert. Noch sitze ich an meinem Picnic-Table aber es ist alles vorbereitet um in 30 Sekunden im Zelt zu verschwinden.
Die nächsten Tage wird es Camping werden, heute hab ich mir noch was von der Tanke mitgenommen, für morgen eingeschweißte Bratwurst die gegrillt wird. Was ich noch weiß ist, dass ab morgen das Wetter besser werden soll und erst ab Mittwoch wieder richtig üsselig. Aber das war das Wetter für Missoula, schauen wir mal. Aber auch im Regen war es nicht unangenehm kalt. Es tröpfelt, ab ins Zelt.
Man stellt sich das ja immer vorher irgendwie gedanklich vor, so auch der Zeltplatz. Ich, völlig alleine mit der Natur. Da aber auch hier Wochenende ist, hatte ich eher ein Problem einen freien Platz zu finden. Da ich keine Ahnung hatte wie das hier funktioniert, hab ich mich ertsmal auf einen schon belegten Platz eingebucht. Der nette Herr von nebenan hatmich auf meinen Irrtum aufmerksam gemacht und mich noch auf ein Bier eingeladen. Da sagt man natürlich nicht nein. Nachdem das Zelt aufgebaut war bin ich dann rüber zum "Dinner". Es wurden Marshmellows geröstet und Gruselgeschichten erzählt. Nette Familie!
In Missoula hab ich noch etwas für das Outdoor-Zelten besorgt. Es ist wahrscheinlich eher für mein gutes Gefühl als für den tatsächlichen Einsatz aber mit Bear-Spray (große Dose Pfeffer-Spray) fühle ich mich besser. Das grummeln ist weg und es gibt auch kein Tröpfeln mehr, aber ich werde das Zelt nicht mehr verlassen, die letzten Tage waren lang und ich kann Schlaf gut gebrauchen. Solange es noch hell ist werde ich mir mal die zukünftige Strecke genauer anschauen.
Bis dahin,
Gerd
Bilder werden nachgereicht, das Netz ist nicht schnell.
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