Lakehurst nach Haddonfield
from Gerd_S
Monday
April 10, 2023
Heute morgen hatte ich noch eine nette Gegebenheit in dem Motel. Um den Radcomputer zum laufen zu bringen hab ich kurz was am Rad basteln müssen, als ich zurück ins Zimmer wollte funktionierte die Karte nicht. Die etwas unfreundliche Dame an der Rezeption - die offensichtlich mit Atmen schon leicht überfordert ist _ fummelte etwas mit dem Kartengerät rum und und war der Meinung es funktioniert nun wieder. An meiner Tür stellte sich heraus, nein..., geht immernoch nicht. Also wurde der Hausmeister gerufen, nach nicht mal einer Minute erschien eine älter Dame, deren "ich_komme_in_jeden_Raum-Karte auch nicht funktionierte. Sie war aber freundlich und hatte einen schönen Humor. Auf meine Frage und Fingerzeig auf das Schloss "Ist es kaputt?" Antwortete Sie. Ne ist nicht kaputt, es geht nur halt grad nicht..." :)
Also schob sie von außen ein Fenster auf und war mit einer geschickten Kletterleistung in meinem Zimmer. Das hat sich auch nicht zum ersten mal gemacht...
Sie verabschiedete sich mit den Worten, "noch einen schönen Aufenthalt, bei offener Tür". *lol*
Die Strecke war wie gemacht für einen Kilometerfressertag, nur mäßiger Gegenwind und ein Traum von Highway mit endlos breiter Schulter. Ich überlegte kurz ob ich Philadelpia nicht heute schon durchquere, wurde aber ab den ersten Vororten durch Verkehr, Ampeln, und Orientierung ausgebremst. Kurz vor Camden hielt ich kurz an um um nach ner Bank und einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Kippe im Mund und mit Smartphone am daddeln bemerkte ich einen Radfahrer den ich mit einem kurzen Nicken grüßte. Ich weiß nicht warum, normalerweise bin ich nicht so der Fahrradwinker aber entweder war es die Ortlieb Lenkertasche oder die Tatsache, dass er mich etwas an Herbert P. erinnerte. Ich merkte erst garnicht dass er wendete und auf mich zuhielt. Seine erste Frage war "Wo kommst Du her, wo willst Du hin?" Das gefiel mir. Ich antwortete und wir unterhielten uns ein wenig, dass ich eine Bank und ein Motel suche... Die Bank ist nicht weit und schlafen könnte ich bei ihm und seiner Frau, die ist mittlerweile auch auf dem Rad zu uns gestoßen. Es wurde mir völlig unkompliziert die Adresse überreicht und ich sagte ich würde zum Dinner da sein. Gesagt getan, stand ich dann auch einige Zeit später vor der Tür. Es stellte sich heraus, dass David und ich einige gemeinsamkeiten haben und er beruflich auch schon viel rumgekommen ist. Vielen Dank David und Veronice für diesen tollen Abend, die netten Gespräche, das tolle essen die die Herberge.
PS, mein Radcomputer ist wieder am Start...
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